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Vergleichstabelle internationaler Dressurniveaus neben einem Dressurpferd im Galopp, für Käufer, die Anzeigen lesen
18. Juni 2026
6 min Lesezeit

Dressurniveaus erklärt: Was Z, ZZ, Lichte Tour und Grand Prix in einer Anzeige bedeuten

Von der SportHorses.de-Redaktion

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Eine Niveauangabe wie Z2, M/S oder Small Tour verrät, wie weit ein Dressurpferd ausgebildet ist – doch jedes Land verwendet eigene Bezeichnungen. Dieser Leitfaden entschlüsselt die niederländischen, deutschen, britischen und internationalen Dressurniveaus und hilft Ihnen, das passende Niveau zu wählen.

Kurze Antwort: Eine Niveauangabe in einer Verkaufsanzeige – „Z2“, „M/S“, „Small Tour“, „Second Level“ oder „PSG/I1“ – verrät Ihnen, wie weit ein Dressurpferd ausgebildet ist und welche Lektionen es sicher beherrscht. In den Niederlanden reicht die Skala von B → L → M → Z → ZZ → Lichte Tour → Zware Tour/Grand Prix. Andere Länder verwenden eigene Bezeichnungen (Deutschland E/A/L/M/S, international „Small Tour“ und „Big Tour“, die USA „Training/First/Second Level“). Diese stimmen ungefähr – nicht exakt – überein. Nachfolgend finden Sie eine Vergleichstabelle, welche Lektionen zu welchem Niveau gehören und wie Sie das passende Niveau für Ihre Reitkenntnisse auswählen.

Wer international kauft, sieht diese Verwirrung sofort. In aktuellen Anzeigen vom Juni 2026 wird vergleichbar ausgebildetes Material als „Small Tour Schoolmaster“, „M/S“, „Second Level“ oder „Medium Tour“ beschrieben – vier Bezeichnungen, ungefähr ein Ausbildungsniveau. Dieser Artikel entschlüsselt sie, damit Sie Anzeigen aus den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Großbritannien oder den USA nebeneinander lesen können.

Die deutschen Dressurklassen (FN)

Die deutschen Klassen reichen von niedrig bis hoch. Jedes Niveau fügt Versammlung und schwierigere Lektionen hinzu.

Niveau (NL) Phase Typische Lektionen
B Basis Losgelassenheit, reine Grundgangarten, einfache Übergänge
L1–L2 Leicht Volte 10 m, Kontergalopp, erste Biegung
M1–M2 Mittel Schulterherein, erste Traversalen, Beginn der Versammlung
Z1–Z2 Schwer Traversalen in Trab und Galopp, erste (fliegende) Galoppwechsel
ZZ-Licht / ZZ-Zwaar Schwerer Serienwechsel (einzeln), halbe Pirouetten, Beginn Piaffe/Passage
Lichte Tour International Serienwechsel (Vierer-, Dreier-, Zweierwechsel), vollständige Galopppirouetten
Zware Tour / Grand Prix Top Piaffe, Passage, Einerwechsel (jeder Galoppsprung)

Internationale Niveaus im Vergleich

Nutzen Sie diese Tabelle, um ausländische Anzeigen zu lesen. „Small Tour“ ist die internationale Sammelbezeichnung für Prix St. Georges und Intermédiaire I; „Big Tour“ für Intermédiaire II und Grand Prix.

Niederlande (KNHS) Deutschland (FN) Großbritannien (British Dressage) USA (USDF/USEF) International (FEI)
B / L E / A Intro / Prelim / Novice Intro / Training / First
M L Elementary Second
Z M Medium / Adv. Medium Third / Fourth
ZZ S* Advanced PSG-Vorbereitung
Lichte Tour S* (Prix St. Georges) Advanced / PSG PSG / Inter I Small Tour
Zware Tour / Grand Prix S*** Grand Prix Inter II / Grand Prix Big Tour

Nachprüfbar vs. Annahme: Dies ist eine praktische Richtwerttabelle, keine offizielle Umrechnung. Die FEI-Niveaus (PSG, Inter I/II, Grand Prix) sind international festgelegt und somit verbindlich; die Verknüpfung zwischen nationalen Klassen (NL Z ≈ Deutsch M) ist eine Annäherung, da die Prüfungen in Inhalt und Schwierigkeit variieren. Ein Pferd, das in Deutschland „M“ gewinnt, startet in den Niederlanden nicht automatisch fehlerfrei in Z. Lesen Sie das Label daher als Richtung, nicht als Garantie.

Welche Lektionen gehören zu welchem Niveau?

  • B–L (Basis): Losgelassenheit, Takt, einfache Übergänge und Wendungen. Das Pferd muss noch nicht versammeln.
  • M (Beginn der Versammlung): Schulterherein, Travers/Traversale in Schritt und Trab, Kontergalopp. Hier trennt sich „sauberes Reiten“ von „echtem Ausbilden“.
  • Z–ZZ: Traversalen in Trab und Galopp, erste und danach einfache fliegende Galoppwechsel, Ansatz zur Pirouette. Bei ZZ-Zwaar erscheinen die ersten Piaffe- und Passageteile.
  • Lichte Tour (PSG / Inter I): Fliegende Wechsel in Serie – alle vier, drei und zwei Tritte – und vollständige Galopppirouetten.
  • Zware Tour / Grand Prix: Piaffe, Passage, der Übergang Piaffe–Passage und Einerwechsel (Wechsel pro Galoppsprung). Dies ist das höchste Niveau.

Stehen in einer Anzeige Wörter wie flying changes, half-pass, pirouette, piaffe oder passage, können Sie damit zurückrechnen, welches Niveau das Pferd tatsächlich beherrscht – unabhängig vom Länderlabel.

Verkaufsbegriffe entschlüsselt

  • „Schoolmaster“: Ein erfahrenes, zuverlässiges Pferd, das das Niveau bereits beherrscht und es Ihnen beibringen kann. Ideal für einen ambitionierten Amateur, Junior oder Young Rider.
  • „Prospect“ / „Talent“: Jung, mit Veranlagung für ein Niveau, das noch nicht bestätigt ist. Mehr Potenzial, aber auch mehr Risiko und Ausbildungszeit.
  • „6-/7-Jährigen-Arbeit“: Trainiert auf ein Niveau hin (z.B. erste Wechsel oder Beginn Piaffe), startet aber formal noch in den Jungpferdeprüfungen.
  • „Amateur friendly“ / „rideable“: Das bezieht sich auf Charakter und Handhabbarkeit, nicht auf das Niveau. Beurteilen Sie es immer getrennt vom Ausbildungsstand.

Welches Niveau passt zu Ihnen? Checkliste für Käufer

  1. Bestimmen Sie Ihr eigenes Niveau ehrlich. Kaufen Sie nicht drei Klassen über sich; das frustriert Pferd und Reiter.
  2. Möchten Sie lernen? Ein Niveau höher mit einem Schoolmaster funktioniert oft gut. Wenn Sie selbst ausbilden möchten, wählen Sie ein bestätigtes Niveau niedriger oder ein Prospect.
  3. Fordern Sie Turnierergebnisse an, nicht nur das genannte Niveau. „Geht Z“ und „gewinnt stabil Z2 mit 65 %+“ sind nicht dasselbe.
  4. Sehen Sie sich ein Video einer ganzen Prüfung an, nicht nur einzelne Highlights. Das Signal vom Markt ist klar: Anzeigen zeigen gerne die besten zehn Sekunden.
  5. Bestätigen Sie mit einem Probereiten und, bei Zweifeln an der Gesundheit, einer Ankaufsuntersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Lichte Tour genau? Lichte Tour ist der niederländische Name für die internationale „Small Tour“: die Prüfungen Prix St. Georges und Intermédiaire I. Das Pferd beherrscht Serienwechsel und vollständige Pirouetten, aber noch keine Piaffe und Passage.

Ist das niederländische Z dasselbe wie das deutsche M? Ungefähr. Beide liegen am Beginn der fortgeschrittenen Versammlung mit Traversalen und ersten Wechseln. Die Prüfungen unterscheiden sich jedoch, sehen Sie es also als Richtlinie, nicht als Eins-zu-eins-Umrechnung.

Was bedeutet „Small Tour“ versus „Grand Prix“? Small Tour = PSG und Intermédiaire I (Serienwechsel, Pirouetten). Grand Prix fällt unter „Big Tour“ und fügt Piaffe, Passage und Einerwechsel hinzu – das höchste internationale Niveau.

Welches Niveau benötigt ein beginnender Amateur? Für die meisten Amateure ist ein zuverlässiges B-, L- oder M-Pferd die beste Basis. Ein M/Z-Schoolmaster ist sinnvoll, wenn Sie gezielt Wechsel und Traversalen lernen möchten.

Wie lese ich eine ausländische Anzeige schnell? Suchen Sie das Länderlabel in der obigen Tabelle und prüfen Sie, welche Lektionen genannt werden. Die Lektionen sagen die Wahrheit; das Label sagt das Marketing.

Finden Sie das richtige Niveau, vergleichen Sie dann mehrere Pferde in derselben Klasse, bevor Sie sich entscheiden – das gibt Ihnen ein Gefühl für Preis und Qualität.