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Reiterin übt mit einem Schimmel das Springen auf einem deutschen Reitplatz
30. September 2026
6 min Lesezeit

Reitabzeichen 5: So lesen Sie die FN-Anforderungen

Von der SportHorses.de-Redaktion

FN Reiten Reitabzeichen Ausbildung Turniersport
Die FN beschreibt beim Reitabzeichen 5 Voraussetzungen, Prüfungsinhalte und Bestehen. So ordnen Reiter die undatierten Angaben sinnvoll ein.

Wer das Reitabzeichen 5 anstrebt, sollte die FN-Information nicht als bloße Liste von Dressur- und Sprungaufgaben lesen, sondern als Ablaufplan: Vorqualifikation, Vereinsmitgliedschaft, Lehrgang, ein geeignetes Pferd und die einzelnen Prüfungsteile gehören zusammen. Die hier erläuterten Inhalte stammen aus undatierten FN-Infoseiten. Vor einer Anmeldung sollten Reiter deshalb die konkrete Ausschreibung und die zuständige Stelle bestätigen lassen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) verweist für Fragen zu Abzeichen auf die Landesverbände.

Für wen beschreibt die FN das Reitabzeichen 5?

Die FN bezeichnet das RA 5 auf ihrer undatierten Informationsseite als „Turniersportabzeichen Klasse A“. Dort wird es als Voraussetzung für die Leistungsklasse 6 beschrieben und dem Einstieg in Prüfungen der Klasse A zugeordnet. Dieselbe Seite führt aus, dass Inhaber die Jahresturnierlizenz mit Leistungsklasse 6 erhalten und in den Klassen E und A starten können. Ob und wie dies für die eigene Nennung gilt, muss vor dem Start mit der maßgeblichen Ausschreibung abgeglichen werden. Die FN-Information zum RA 5 ist dafür der Ausgangspunkt, nicht der Ersatz für die Ausschreibung.

Auch die allgemeine, undatierte FN-Übersicht der Reitabzeichen ordnet die Abzeichen 5 bis 1 als nacheinander abzulegende Stufen ein. Sie nennt für Klasse A das Turniersportabzeichen Klasse A (RA 5) und eine Jahresturnierlizenz mit Leistungsklasse 6. Für Wettbewerbe gemäß WBO nennt die Übersicht kein Abzeichen und keine Lizenz; für Klasse E steht dort kein Abzeichen, aber eine Schnupperlizenz mit Leistungsklasse 7. Diese Einteilung hilft bei der Frage, ob ein Lehrgang zum eigenen sportlichen Ziel passt.

Ein Abzeichen ersetzt weder die Ausbildung des Pferdes noch die Einschätzung eines Ausbilders. Für Käufer eines möglichen Lehrpferdes und für Besitzer bedeutet das: Nicht das Etikett „RA-5-geeignet“ sollte die Entscheidung tragen, sondern die Aufgaben, das Handling und die Routine der konkreten Kombination. Reiten Sie diese Punkte vor einer Zusage gemeinsam durch.

Welche Voraussetzungen nennt die FN vor dem Lehrgang?

Auf ihrer undatierten RA-5-Seite nennt die FN eine Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, der einem angeschlossenen Landes- oder Anschlussverband angehört. Als Vorqualifikation nennt sie den Pferdeführerschein Umgang beziehungsweise Basispass Pferdekunde oder die Reitabzeichen 7 und 6. Außerdem führt sie die Teilnahme am Vorbereitungslehrgang auf. Eine Altersbegrenzung wird auf dieser Seite nicht genannt. Da Lehrgänge und Ausschreibungen die praktische Umsetzung bestimmen, sollten Interessierte die Anforderungen beim Veranstalter und beim Landesverband bestätigen lassen. Die FN-Seite zum RA 5 nennt die Landesverbände ausdrücklich als Ansprechstellen.

Für das Prüfungspferd beschreibt die FN zwei Mindestpunkte: Es muss mindestens 5 Jahre alt sein und in der Ausbildung den Prüfungsanforderungen genügen. Das ist beim Kauf, bei einer Beteiligung oder bei der Nutzung eines Vereinspferdes konkreter als eine allgemeine Aussage über Talent. Sprechen Sie mit Ausbilder und Besitzer darüber, ob Dressur, Springen, Bodenarbeit und das Verhalten in fremder Umgebung verlässlich geübt werden können. Die Formulierung der FN setzt den Ausbildungsstand des Pferdes ausdrücklich in Bezug zu den Prüfungsanforderungen.

Für die Vorbereitung ist diese Checkliste sinnvoll:

  • Mitgliedschaft und die genannte Vorqualifikation anhand der eigenen Unterlagen prüfen;
  • Lehrgang, Prüfungsort und Ausschreibung beim Veranstalter abgleichen;
  • Dressur- und Springteil mit dem Ausbilder unter vergleichbaren Bedingungen durchreiten;
  • das vorgesehene Pferd früh festlegen und seine Eignung offen besprechen;
  • Stationsprüfungen praktisch üben, statt sie nur theoretisch zu lesen.

Was wird beim vollständigen RA 5 abgefragt?

Die folgende Beschreibung betrifft das vollständige RA 5, wie es die FN auf ihrer Informationsseite mit Dressur, Springen und Stationsprüfungen darstellt. Daneben nennt die FN ausdrücklich disziplinspezifische Varianten: RA 5 Dressur, RA 5 Springen und RA 5 Gelände. Welche Variante ein Lehrgang anbietet und welche Folgen sie für das persönliche Ziel hat, sollte direkt mit dem Veranstalter geklärt werden. Die FN führt beide Wege auf ihrer RA-5-Seite auf.

Für die Dressur beschreibt die FN eine Dressurreiteraufgabe in Anlehnung an einen Dressurreiter-Wettbewerb gemäß WBO, einzeln oder zu zweit. Außerdem nennt sie Reiten ohne Bügel in allen Gangarten. Daraus lässt sich eine praktikable Vorbereitung ableiten: Nicht nur die Aufgabe, sondern Sitz, Übergänge und eine ruhige, unabhängige Einwirkung gehören in jede Übungseinheit. Der genaue Zuschnitt der Prüfung bleibt der FN-Beschreibung des vollständigen RA 5 und der Ausschreibung zu entnehmen.

Für den Springteil nennt die FN die Überprüfung des Reitens im leichten Sitz und einen Stilspringen-Wettbewerb gemäß WBO. Die Seite gibt Hindernishöhen von 60 bis 80 cm an und nennt Sitz, Einwirkung, harmonische Bewältigung der Aufgaben sowie Gesamteindruck als Beurteilungsaspekte. Gelände kann laut FN zusätzlich erfolgen oder den Springteil ersetzen. Nach dem Reiten beschreibt die FN ein Reflexionsgespräch zum eigenen Reiten und zu Grundlagen der Reitlehre, das in angemessener Gewichtung in die Praxisnote einfließt. Diese Inhalte stehen auf der FN-Seite; für die eigene Prüfung ist die Ausschreibung maßgeblich.

Bei den Stationsprüfungen nennt die FN Kenntnisse zum Einstieg in den Turniersport sowie zum Verhalten im Gelände, auf der Straße und in Wald und Feld. Als dritte Station beschreibt sie Bodenarbeit, darunter Vorführen auf der Dreiecksbahn, Stangenarbeit und systematische Desensibilisierung gegenüber Umweltreizen. Das erklärt, warum ein zuverlässig zu führendes Pferd die Vorbereitung erleichtert, aber kein Ersatz für sauberes und sicheres Handeln des Reiters ist. Die Stationsinhalte beschreibt die FN auf derselben undatierten Seite.

Wie beschreibt die FN Bestehen und Wiederholung?

Für das vollständige RA 5 nennt die FN mindestens die Durchschnittsnote 5,5 aus allen Teilprüfungen. Bei den Stationsprüfungen lautet das Ergebnis laut Seite „bestanden“ oder „nicht bestanden“; die Einzelnoten der übrigen Teilprüfungen dürfen nicht unter 5,0 liegen. Bei Nichtbestehen nennt die Seite eine früheste Wiederholung nach drei Monaten. Das Gelände habe für Bestehen oder Nichtbestehen keine Relevanz, außer es ersetze das Springen. Prüflinge sollten diese Angaben vor der Anmeldung gegen die konkrete Ausschreibung prüfen, weil die FN-Quelle keinen Stand ausweist.

Was folgt nach dem RA 5?

Die undatierte FN-Seite zum Reitabzeichen 4 beschreibt das Turniersportabzeichen Klasse L als Voraussetzung für Leistungsklasse 5 und ordnet es Starts in Klasse L zu. Als Voraussetzung nennt sie unter anderem mindestens drei Monate Besitz des RA 5 sowie einen Vorbereitungslehrgang. Für die dort beschriebene Prüfung stehen eine Dressurreiterprüfung Klasse A* und ein Stilspringen Klasse A* mit Hindernishöhen von 90 bis 95 cm. Das ist keine Aufforderung, sofort die nächste Stufe zu buchen: Erst die Ausschreibung prüfen und dann mit dem Ausbilder entscheiden, ob Pferd und Reiter genügend Routine haben. Die FN-Information zum RA 4 ist auch hier nur mit dem jeweils zuständigen Veranstalter verbindlich einzuordnen.

Vor der ersten Nennung kommen weitere Punkte hinzu, etwa die passende Lizenz, die Pferdeeintragung und die konkrete Ausschreibung. Unser Beitrag Mit dem Pferd ins LPO-Turnier hilft beim Sortieren dieses Schritts. Wer den Pferdeführerschein Umgang als Vorqualifikation einplant, findet eine Einordnung in unserem Artikel zum Pferdeführerschein Umgang.

FAQ: Was wird häufig zum Reitabzeichen 5 gefragt?

Ist RA 5 auf der FN-Seite Klasse A zugeordnet? Ja. Die FN beschreibt das Turniersportabzeichen Klasse A (RA 5) auf ihrer undatierten Seite als Einstieg in Prüfungen der Klasse A; für den tatsächlichen Start ist die Ausschreibung zu prüfen. Zur FN-Seite.

Nennt die FN eine Alternative zu RA 7 und RA 6? Ja. Auf der RA-5-Seite steht der Pferdeführerschein Umgang beziehungsweise Basispass Pferdekunde als Alternative; zusätzlich führt die Seite Vereinsmitgliedschaft und Vorbereitungslehrgang auf. Details bei der FN.

Kann man das RA 5 disziplinspezifisch ablegen? Die FN nennt die Varianten RA 5 Dressur, RA 5 Springen und RA 5 Gelände. Ob sie im gewünschten Lehrgang angeboten werden, klärt der Veranstalter. FN-Übersicht zum RA 5.